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Geschichte

Wie alte Dokumente berichten spielt in Wandersleben die Brandbekämpfung seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle.

(Der Großteil der nachfolgenden Informationen stammt aus dem Heimatbuch von Walther Heinze und entspricht alter Rechtschreibung, Grammatik und Ausdrucksweise!)

Im Jahr 1230 hat ein Gewitter die Türme auf den "Drei Gleichen" angezündet, so daß sie zur gleichen Zeit gebrannt haben. (DREIENSCHLAG)

3. Oktober 1651: erste „Gemeine Feuerordnung“ von Herzog Ernst der Fromme von Gotha

Herzog Ernst der Fromme veranlaßte am 3. Oktober 1651 die erste Feuerordnung für die Stadt Gotha und das angrenzende Umland. Schriftlich wurde festgelegt, daß bei Entdeckung eines Feuers sofort Geschrei zu machen sei, um die Nachbarn zu alarmieren und anschließend der Ortsvorstand zu verständigen ist. Bei größerer Gefahr sollten die Anwohner durch Schüsse, Sturmgeläut und Hornsignale alarmiert werden. Wer zu löschen versucht, ohne das Feuer zu beschreien, hat den Schaden der Nachbarn zu bezahlen. Wer nicht nach der Feuerordnung handelte wurde mit Landesverweisung oder am Leibe bestraft. Zweimal jährlich sollten alle Feuerstätten, Brunnen und Schwemmen inspiziert werden. Gerichtsherren und dem Adel war es freigestellt, sich dieser Ordnung anzuschließen.

1655:Kirchturm brannte - Der Kirchturm brannte 1655 bis zum Glockenstuhl ab. Er wurde aber 1671 und zwar „14 Werkschuh höher“ als er gewesen, wieder hergestellt und mit einer Uhr versehen.

1662: Großbrand – 1662 wird erwähnt, daß die Schäferei nach einem großen Brande ans Ende des Dorfes gebaut wurden sei.

1667: Erweiterung der Feuerordnung von 1651 - Die Feuerordnung von 1651 wurde erweitert: u.a. 4 Besichtiger der Feuerstätten oder „Viertelmeister“ wurden vom Amt, später von den Gemeinden, gewählt.

Nachweislich besaß Wandersleben bereits 1668 eine Feuerspritze und ein Spritzenhaus.

Im gleichen Jahr fasste die Gemeindeverwaltung den Beschluß,

daß jeder eingeborene männliche Einwohner ab dem 21. Jahre, die Adeligen und Freisassen wurden davon nicht berührt,

verpflichtet, Nachbar zu werden und nachbarliche Dienste zu leisten.

Bei Feuersgefahr hatte der Pferdeanspänner Spanndienste, der Hintersättler Handdienste zu tun.

1672: Durch die Strohdächer und den Holzbau wurde in der damaligen Zeit die schnelle Ausbreitung eines Feuers sehr begünstigt sehr begünstigt. Zwar suchte man durch die von den Gerichtsschöppen und Heimbürgen vorgenommenen Besichtigung der Feuerstätten, bis 1672 läßt sich ihre Vornahme nachweisen, durch Verordnungen über die Feueressen und Öfen, die Feuersgefahr herabzumindern, auch den entstandenen Feuerschaden durch eine Feuerversicherung zu decken. Um die Brände besser löschen zu können, kaufte die Gemeinde Feuerspritzen. 1672 heißt es, daß „diejenigen von der Gemeinde, so die Spritzen gedrückt, als sie probiert“, Bier erhielten.

1689: Hochwasser - Von großem Wasser lesen wir ferner in den Kirchenbüchern, wonach sich 1689 das Wasser so „sehr ergossen, daß ein Teil der Brücke weggeführt wurde und man nicht hin und wieder konnte“.

1700: Bau eines Wassergrabens für den Brandschutz - Um genügend Wasser bei einer entstandenen Feuersbrunst zu haben, oder um der Feuersgefahr Herr zu werden, wenn in den vielen Fehden die Feinde den Brand auf die leichtentzündbaren Strohdächern schleuderten, hatte man durch den Ort einen Dorfgraben geleitet, der durch die Neue Sorge, die Hauptstraße – um 1700 hieß sie „Breite Straße“ oder „Lange Gasse“ – und durch die Pfarrgasse floß

1702: Großbrand - Schon 1702 hatte eine starke Feuersbrunst vier Wohnhäuser und sieben Scheunen und Ställe vernichtet

1732: Hochwasser - „Im Jahre 1732, am 23. Februar, des nachts um 11 Uhr, als es die ganze Woche schönes Wetter gewesen, und aber obgedachten Tages zu regnen anfing, entstand ein solches Gewässer in dem hiesigen sogenannten wilden Wasser (Apfelstädt), als bei Menschengedenken nicht gewesen, denn es war nicht allein der ganze Rasen vom Dorfe, nebst einem großen Damm zwischen dem Ölmühlgraben und dem wilden Wasser, auf welchem der Weg nach Apfelstädt ging, unter dem Dorfe umgerissen, den ganzen Rasen hat es verderbet und sein ordentlichen Fluß fast ganz ans Dorf genommen, auf dem sogenannten Damm, wo Hans Schenk, Heinrich Horn und Susanna Räder wohnt, ist das Wasser diesen Leuten durch die Stube und Häuser gelaufen, so dass es den Montag darauf mit rechten Erstaunen von vielen gesehen worden“.

1738: Großbrand - 2/3 des Dorfes abgebrannt - Die Scheune und Ställe der Pfarrwohnung sind 1738 neu erbaut worden, nachdem sie abgebrannt waren, …. Daß um diese Zeit so viele Neubauten nötig wurden, läßt sich durch den großen Brand im Jahre 1738 erklären, durch den zwei Drittel des Dorfes ein Raub der Flammen geworden sind. Am 11. März entstand ½ 7 halb Uhr abends bei Christoph Armster ein mächtig wütender Brand, bei dem 111 Wohnhäuser in Asche gelegt wurden. Dorothea Heinemann wollte noch aus dem Keller ihres brennenden Hauses etwas holen. Beim dritten gewagten Versuch stürzte das Haus ein, sie mußte elendiglich ersticken. Kamen sonst auch keine weiteren Todesfälle vor, so mag der ausgestandene Schrecken für manchen die Ursache zu einem Tode gewesen sein; denn in diesen Jahre starben 63 Personen, 38 mehr als 1737.

1754: 54 Feuerwehrleute - 1754 reparierte Christoph Barth aus Langensalza die „neue“ Spritze und fertigte der eine andere unter der Darangabe einer älteren für 144 Rthlr. (1 Rthlr = 4,38 Mk) an. Auch 37 ledere Feuereimer waren vorhanden, 54 Personen waren als Feuerwehrleute, Druckmannschaften und Wasserträger bestellt

1781: Einführung einer Feuerversicherung - Am 1. Januar 1781 wurde im ganzen Gleichenschen Gebiet eine Feuerversicherung eingeführt. Nach den erlassenen Verordnungen sollten die Feueressen inwendig richtig bemäntelt sein und hoch genug über die Dächer gehen, blecherne Türen sollten an die Ofenlöcher kommen, weil bisher die Ofenlöcher offen waren und durch Katzen und Hunde Feuerunglück entstehen konnte, der Flachs durfte nicht auf den Böden oder nahe an den Küchen gelagert werden, alles Flachsblauen und -brechen war bis Lichtmeß verboten, da die Dörrung in den Stuben vor sich gehen mußte, und dadurch erhöhte Feuersgefahr bestand.

1800: neue Spritze - 1800 fertigte Baltharsar Bittorf aus Seligenthal wieder eine neue Spritze für 500 Rthlr. an.

1820: Großbrand - So lesen wir in den Kirchenbüchern: „Am 30. Januar 1820 abends nach 7 Uhr brach ein heftiges Feuer aus, entweder in der Scheune des Georg Heinrich Armster oder zwischen dieser Scheuer und der des Christian Friedrich Prauße; denn beide Scheuern waren wegen des darinnen vielen Strohs sogleich in einer Flamme; herunterwärts des Orts ergriff das Feuer die daranstoßenden Scheuer des Johann Nickolaus Kallenberg und hinaufwärts die Scheuern des Johann Georg Ritter und des Gastwirts Meister Georg Heinrich Kallenberg, welche sämtlich mit allen daran stoßenden Ställen ein Raub der Flammen wurden. Jedoch gleichsam, wie durch Gottes Wunderhand, blieben die Wohnhäuser erhalten und stehen, außer dem Dache des Wohnhauses des Nickolaus Kallenberg und dem Häuschen des Georg Blumenberg, nahe am Brühlertor, das ganz vom Feuer verzehrt wurde. Nebst den Anstrengungen hiesiger und benachbarter Menschen hat bei dieser Feuersbrunst der allgütige Gott am meisten dadurch geholfen, daß bei den so heftigen Feuerflammen völlige Windstille herrschte, auch die Luft von der Mitternachtsgegend nach der Mittagsgegend, mithin nach den Gärten zu, von den Wohnhäusern abwärts ihre Richtung hatte. Gott bewahre unseren Ort ferner für solch` Feuerschrecken und Feuerunglück.

1820: Brandstiftung - Am 3. Februar brach mittags nach 12 abermals eine Feuersbrunst aus und zwar auf dem Heu- und Strohboden in dem an das Gemeindegasthaus stoßendem Gebäude oder Stall. Schon flammte das Feuer über das Dach hinaus, jedoch wurde das Feuer glücklich gedämpft, so daß es bei dem Abbrennen des Daches dieses Gebäudes blieb. Auch dieses Feuer ist höchstwahrscheinlich angelegt worden.

1828: neue Feuerspritze

1838: neue Feuerspritze

1846: neue Feuerspritze

1852: Großbrand 30 Häuser verbrannt -

Das Jahr 1852 sollte besonders verhängnisvoll für Wandersleben werden. Es war am Abend des 12. Januar, als in der Scheune des Haackschen Gehöftes Nr. 113/114 Feuer ausbrach, welches infolge des heulenden Sturmes mit rasender Schnelligkeit um sich griff und in der Windrichtung fast alle Gehöfte in der Schenksgasse und am Mühlgraben entlang einäscherte. Die Flammen hatten 30 Familien das schützende Dach geraubt, auch das Hirtenhaus (Walthersche Haus Nr. 110) am Hirtentore war abgebrannt. Obgleich der Schäfer Schröpfer der Gefahr am nächsten wohnte, verließ er seine Familie und Haus, sammelte pflichtgetreu seine Herde und verlor darum fast alle Habe. Ehre und Andenken dieses treuen und opferfreudigen Hirten! Reichlich flossen den schwerbetroffenen Abgebrannten von allen Seiten Liebesgaben in Gestalt von Naturalien und Geld zu, insgesamt im Werte von 2386 Talern. Der Unterstützungsausschuß veröffentlichte im Namen der Abgebrannten am 28. Januar folgende Danksagung:

„Wenn uns am Abend des 12. Januar durch ruhelose Frevelhand ein großes und schweres Brandunglück betroffen, so stehen wir darum tief gebeugt und trauernd bei dem Blicke auf so viele unverschuldete Not, die über einen Teil unserer Brüder unvermutet hereingebrochen ist; und noch mehr – entsetzt und erschüttert dadurch, daß solche Tat in unserer Mitte geboren werden konnte! Aber – wir sind auch auf der anderen Seite wieder reich getröstet und erquicket worden, und nicht bloß in dem Hinblick auf den, der ja alle den Mühseligen und Beladenen den Frieden gibt! Wir sind fröhlich geworden in mitten in unserer Trübsal – auch durch Menschen, durch die Liebe, die uns die Brüder von nah und fern bewiesen! Ach, und welche Liebe ist das, die wir erfahren haben: - am Abend des Unglücks selbst schon, wo über 60 fremde Spritzen mit ihren Mannschaften arbeiteten, die tobenden Elemente zu bekämpfen; - hoch und niedrig, arm und reich – der großherzige, edle Herzog von Gotha, unser durchlauchtigster Kirchenpatron – an der Spitze seiner von allen Seiten zuströmenden Untertanen – uns treue Hilfe leisteten! Und was und wie Großes ist danach geschehen! Wie sind Gaben, - ach! Reiche Gaben an allerlei Lebensbedürfnissen Tag für Tag eingegangen, und strömen ja noch von überall her, daß fast ein Fünftel des Reinverlustes schon gedeckt ist! – Wir möchten gern namhaft machen die lieben Stadt- und Landgemeinden, die uns vor allen reich bedacht! Aber, wenn wir nennen die einen, die viel getan, wie dürften wir die anderen verschweigen und betrüben wollen, die – weniger getan und doch auch darin – in ihrer Armut viel gegeben haben; und alle nennen, wie könnten wir das? Aber Dank und heißer, inniger Dank sei ihnen allen ausgesprochen!“

1867: Feursbrunst - 1867 erlebte der Schützenverein wieder einmal die Neugründung. In Folge einer Feuerbrunst im Orte Wandersleben, viele Schützen waren gerade zum Schießen beim Freudentale, errichtete man die Schießstände dicht am südlichen Dorfrande beim Gasthof zum Löwen.

1868: neue Feuerspritze

Der 18.07.1876

ist der Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr Wandersleben.


Der 1.Ortskommandant (heute Ortsbrandmeister) war damals Christian Friedrich Postel.

Er führte beachtliche 32 Jahre die Wehr!

1890: Hochwasser - An Stelle der durch das Hochwasser 1890 weggeschwemmten Brücke war 1891 die eiserne Brücke gebaut worden.


Gruppenbild um 1900 vor dem Rathaus Wandersleben

1908-1917 führte Albin Vollrath die Wehr. Der 1. Weltkrieg schwächte die Feuerwehr erheblich. Die meisten eingezogenen Kameraden fielen im Feld oder sind bis heute vermisst.

1913: Scheunenbrände - ... schnelle Beseitigung der um sich greifenden Feuersgefahr bei den Scheunenbränden von Reinhold Prauße und Reichardt 1913

1918-1925 wurde Ernst Thiel die Leitung der Wehr übertragen. Das Löschwasser wurde bis zu dieser Zeit aus dem Dorfteich (vor dem heutigen Kindergarten), aus dem Mühlgraben und aus der Apfelstädt entnommen.

1920: "Hilfsverein" - 1920 wurde der „Landbund“ gegründet. Ferner gehört jedes Mitglied dem „Hilfsverein“ an, der bei Bränden das obdachlose Vieh unterstellt, durch seine Mitglieder kostenlos Futtermittel zur Verfügung stellt, durch Fuhren und Herbeischaffung von Baumaterialien die Wiederbebauung des abgebrannten Gehöfts erleichtert.

1924: neue Feuerspritze - 1924 kaufte die Gemeinde für 1950 Mark eine neue Feuerspritze. Sie ist in Ulm hergestellt und mit 2 Strahlrohren versehen. Möge sie ihre Schuldigkeit tun, wie auch ihre Schwester. Sie war 1828 erbaut und mit Holzachsen versehen, hat fast 100 Jahre nie versagend, das verheerende heiße Element bekämpft. Am 26. Oktober unter Beteiligung verschiedener auswertiger Feuerwehren die neu angekaufte Feuerspritze festlich eingeweiht. Am Nachmittag bewegte sich unter Vorantritt einer Musikkapelle ein stattlicher Festzug durch die Straßen des Ortes. Sämtliche Feuerspritzen des Dorfes, an der Spitze die neue Kunst, waren prächtig geschmückt und wurden im Zuge mitgeführt. Nach einigen vorgeführten Übungen ertönte Alarm. Einem gedachten Großfeuer, welches in der Gemeindeschenke ausgebrochen war, ward energisch zu Leibe gerückt. Die neue Kunst erwies dabei recht praktisch und brauchbar, so daß im Ernstfalle stets ihre Schuldigkeit tun wird. Mancher neugieriger Zuschauer bekam die kräftige Wirkung am eigenen Körper zu spüren. Die Einweihung fand durch einen flotten Ball am Abend ihren Abschluß. Die Spritzen konnten aber eine tatsächliche Hilfe nur gewähren, wenn man sich einerseits auf genügend Wasser (Dorfteich, Dorf- und Mühlgraben, 48 Brunnen, Laufbrunnen), andrerseits auf eine allzeitig hilfsbereite Feuerlöschmannschaft verlassen konnte.

1925: Gemeinde besitzt 3 Feuerspritzen und eine Karrenspritze

1926-1946 leitete Richardt Frank die Wehr, durch die schwere Zeit des 2. Weltkrieges. Die Bevölkerung wurde in Kursen mit der Brandbekämpfung vertraut gemacht. 1939 mussten viele Kameraden erneut ihren Dienst an der Waffe tun. Die Lücken in der Wehr mussten jetzt Frauen und Jugendliche füllen. Nach dem Weltkrieg richtete das Land Thüringen ein Beschaffungsamt ein, welches alle Berufsfeuerwehren und Freiwilligen Feuerwehren versorgte.

1945 - 1949: Unter den verschiedenen gesellschaftlichen Bedingungen war die Feuerwehr stets einsatzbereit. Insbesondere nach dem 2. Weltkrieg waren ungewöhnlich viele Veränderungen umzusetzen. Die Unterbringung der Gerätschaften der Feuerwehr haben die Feuerwehrleute durch eigenen Fleiß stets bestens gesichert. Das Gerätehaus der Feuerwehr war im Laufe der Jahrzehnte an verschiedenen Standorten. Bis 1945 diente ein Schuppen an der Schänke als Lagerraum der Gerätschaften der Feuerwehr und als Stützpunkt für Zusammenkünfte der Feuerwehrleute.

1947-1952 war Emil Schmidt an der Spitze der Wehr.

1949: "Spritzenhaus" - Im Februar 1949 wurde am Kindergarten ein Gerätehaus für die TS 4 und eine Handdruckspritze hergerichtet. Das 1. Spritzenhaus nach dem 2. Weltkrieg war ein Provisorium, weil noch andere Gerätschaften im Laufe der Zeit hinzukamen.

1952-1961 ging Helmut Ullrich an die Spitze der Wehr. Wenig später wurde das 2. Spritzenhaus bei der Johns-Mühle, ein Trafohäuschen, bezogen. Den Geräteschuppen der Gemeinde wählte man aus, um weitere Räume zur Verfügung zu haben. Eine wichtige Anschaffung war eine TS8.

1961-1981 übernahm Horst Ullrich die Wehr. In dieser Zeit wurde ein besonderes Augenmerk auf dem vorbeugenden Brandschutz gelegt. Dann bekam die Freiwillige Feuerwehr Wandersleben ihr 1. Feuerwehrauto, ein LF8-Robur. Jetzt mussten wieder Arbeiten am Spritzenhaus erledigt werden, damit das Fahrzeug untergestellt werden konnte.

1967: neues Gerätehaus - Die Anschaffung weiterer Gerätschaften, vor allem aber neuer Feuerwehrautos erforderte ein großzügiges Gerätehaus. Unter der Leitung von Horst Ullrich bauten sie von 1964 bis 1967 die Scheune von Günter Hoyer als Gerätehaus aus. Es wurde am 07. Oktober 1967 übergeben.

1974: Umbau Gerätehaus - Neue Fahrzeuge erforderten 1972 wiederholt ein Umbau. Hier wurden viele Stunden in Eigenleistung erbracht. Am 22.05.1974 war es soweit. Der Ausbau des Gerätehauses wurde fertig gestellt, und eine 104m² Wohnung konnte durch den Gerätewart Ewald Kusserow und Familie bezogen werden. Nun fehlte nur noch ein Aufenthaltsraum für die Kameraden.

1976: 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr - Am 22. Mai 1976 feierte die Feuerwehr mit einem großen Fest ihr 100-jähriges Bestehen.

1982-1983 lenkte und leitete Alex Schmidt die Wehr.

1983-2010 stand dann Gerd Kühn an der Spitze der Wehr. Es kam viel Arbeit auf ihn zu, u.a. nach der Wende, die Anpassung der Gesetzmäßigkeiten an die alten Bundesländer.

1997: neues Feuerwehrfahrzeug - Der Gemeinderat beschließt den Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeugs. Am 22.08.1997 erfolgte die feierliche Übergabe des neuen Fahrzeuges LF 8/6.

1998: großer Umbau Gerätehaus - Auf Grund des neuen größeren Löschfahrzeuges wurde beim erneuten Umbau 1997/98 die Wohnung der Familie Kusserow wieder aufgelöst. In diesen Räumen entstanden nun für die Feuerwehr ein Versammlungsraum, eine Küche sowie Büroräume und eine Kleiderkammer und auch die Jugendfeuerwehr erhielt somit einen eigenen Raum. Mit Hilfe der Gemeinde und Geldern vom Land Thüringen entstand ein großes und schönes Gerätehaus, das am 16. Mai 1998 feierlich übergeben wurde.

1998: der 2. Stellplatz wurde nun auch dauerhaft besetzt. Es wurde ein VW Bus MTF angeschafft.

2001: 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr - das Jubiläum wurde mit einem großen Fest würdig gefeiert. Auch bei eine Großübung mit den Nachbarwehren konnten die Wanderslebener Bürger auf dem Gelände der ehemaligen MTS und den umliegenden Straßen interessiert zuschauen.

 


Bild zur 125-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Wandersleben 2001

2005: Großbrand - Trotz schnellen Eingreifens der Wanderslebener Feuerwehr und großer Unterstützung der Nachbarwehren konnte der sich superschnell ausbreitende Brand des Einkaufzentrums nur kontrolliert bekämpft und gelöscht werden. Schon nach 20 min der Alarmierung stürzte das komplette Dach ein. Ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Häuser konnte verhindert werden.

2010-heute Mario Spittel übernahm die Leitung der Wehr.

Gerd Kühn wurde zum Ortsbrandmeister der neu gebildeten Gemeinde Drei Gleichen gewählt, und war bis Dezember 2014 für 6 Orte als Ortsbrandmeister verantwortlich. Jetzt ist er stellvertretender Ortsbrandmeister.

März 2012 - Juli 2013 umfassende Sanierung des Gerätehauses: Das Dach der Fahrzeughalle wurde aufgestockt und dadurch ein größerer Schulungs- und Versammlungsraum geschaffen. Für die Jugendfeuerwehr und die Kameradinnen konnten neue Umkleideräume eingerichtet werden. Die Sanitärräume und die Küche wurden ebenfalls saniert. Die feierliche Übergabe des "neuen" Gerätehauses durch den Bürgermeister der Gemeinde Drei Gleichen, Jens Leffler, fand am 05. Juli 2013 statt.